Frankfurt am Main, 23. September 2026 – Was bislang meist oberflächlich abgebildet wurde, macht der VDW nun auf der NexGeM (Next Generation Metalworking) erlebbar: ein Blick auf die smarte Metallbearbeitung von morgen. Als Co-located Event zur Hannover Messe wird die neue Leistungsschau ihre Türen vom 5. bis 8. April 2027 öffnen. „Wir haben uns entschlossen, diesen Schritt zu gehen, weil er überfällig war“, konstatiert Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW. „Die Werkzeugmaschine ist keine Stand-alone-Lösung. Sie ist eingebettet in die gesamte digitale industrielle Wertschöpfungskette, von der Planung bis zum Service. Und trotzdem werden intelligente, vernetzte Werkzeugmaschinen außerhalb weniger Fachmessen nicht ausreichend behandelt. Das ändern wir mit der NexGeM und bringen Unternehmen aus dem Maschinenbau sowie der IT- und Software-Welt zusammen.“
Die Messe ist eine eigenständige Veranstaltung. Als neues Format schafft sie eine Verbindung zwischen den beiden bislang weitgehend getrennt präsentierten Branchen. Da sie die Digitalisierung in den Mittelpunkt stellt, handelt es sich nicht um eine klassische Maschinenmesse und auch nicht um eine „kleine EMO Hannover“.
Smarte Werkzeugmaschinen und Produktionssysteme in der Anwendung
Die riesigen Potenziale der Künstlichen Intelligenz sind in aller Munde, doch sie lassen sich nur in einer durchgehend digitalisierten Fabrik heben. Diese Entwicklung haben viele Firmen aber noch nicht abgeschlossen, denn gerade im Maschinenbestand (Brownfield) ist das Thema aufwändig und meist auch teuer.
Die NexGeM wird die zentralen Themenfelder der digitalen Transformation metallbearbeitender Unternehmen fokussieren. Sie wird zeigen, wie Werkzeugmaschinen, Produktionssysteme und die dazugehörige Peripherie mithilfe von Automatisierung, Vernetzung, Robotik sowie Software- und Plattformlösungen effizienter und wirtschaftlicher werden. Dazu gehören Wertschöpfungstechnologien wie MES (Manufacturing Execution Systems), Digitale Zwillinge und KI, aber auch IIot (Industrial Internet of Things) sowie Cloud- und Edge-Technologien. Nicht fehlen soll zudem der Sicherheitsaspekt. Wie können Cybersecurity-Anwendungen die Industrieprozesse absichern und Datenintegrität gewährleisten?
Mit konkreten Anwendungsbeispielen, die heute schon oder kurzfristig einsetzbar sind, wird die NexGeM deutlich machen, wie vernetzte Werkzeugmaschinen die Produktion bereits verändern. Sie öffnet aber auch ein Fenster in die produktionstechnische Zukunft – Bestandsmaschinen miteingeschlossen. Die Messe gibt damit einen wirtschaftlich relevanten Ausblick auf aktuelle und kommende Trends. „Als Verband ist es unsere Aufgabe, die Veränderungen der Branche aufzugreifen und Unternehmen aktuelle Marktbedürfnisse aufzuzeigen. Mit unserer Initiative unterstützen wir Unternehmen bei ihren Investitionsentscheidungen, egal ob in einer bestehenden Fertigung oder bei einer Neuanschaffung“, so Heering.
Business-Plattform für eine kooperative Industrie
Die Hannover Messe ist der optimale Begleiter für das neue Format, denn sie zieht wie keine andere Industriemesse in Deutschland Entscheider aus Automatisierungstechnik, Energiewirtschaft, Digital- und Techunternehmen sowie Politik an. Sowohl Aussteller als auch Besucher der NexGeM finden hier wichtige Partner und Kunden, die sie auf den klassischen Fachmessen der Metallbearbeitung meist nicht antreffen. Gemäß dem Motto ,Metal Works Digital‘ ermöglicht das neue Format das Networking von Maschinenbauern mit IT-Verantwortlichen, Digitalisierungsmanagern und Automatisierungsexperten.
Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, die die Hannover Messe veranstaltet, ist ebenfalls überzeugt vom Erfolg der Initiative: „Die erfolgreiche digitale Transformation der Industrie erfordert das enge Zusammenspiel von Maschinenbau, Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und den Industrieanwendern. Sie schafft zusätzliche Synergien, erweitert das industrielle Ökosystem um die Werkzeugmaschinen- und Metallbearbeitungsbranche und bietet unseren Besucherinnen und Besuchern kurze Wege bei noch größerer Themenvielfalt.“
Das innovative Konzept der NexGeM füllt eine Lücke, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und der europäischen Industrie sichern kann und bestehende Formate sinnvoll ergänzt. „Wir sind überzeugt: Nur wenn alle Bereiche der industriellen Produktion und ihrer indirekten Bereiche Hand in Hand gehen, lässt sich längerfristig Wertschöpfung generieren und Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen“, betont Heering. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Unternehmen den Anschluss im internationalen Markt nicht verlieren und sich der Industriestandort Deutschland bzw. Europa weitere Vorteile erarbeitet.“
Autorin: Gerda Kneifel
Weitere Informationen: Anmeldungen sind ab sofort möglich unter www.nexgem.de




